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Tiefensee: Die Zukunft des Wohnungsbaus liegt in der Qualität des Wohnumfelds und in der Anpassung an neue Wohnformen

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Pressemitteilung Nr. 325/2007
30. Oktober 2007

Tiefensee: Die Zukunft des Wohnungsbaus liegt in der Qualität des Wohnumfelds und in der Anpassung an neue Wohnformen
Urban Future Kongress "Die Zukunft des Wohnens in Europa" in Frankfurt

"Wohnen im Jahr 2020 bedeutet: Wohnen in einer energieeffizienten Wohnung, die genau meinen Bedürfnissen entspricht, in einem Quartier mit hoher Lebensqualität", sagte Bundesminister Wolfgang Tiefensee heute auf dem Urban Future Kongress in Frankfurt am Main.
Im Jahr 2020 werde die Bevölkerung in Deutschland allen Prognosen nach auf etwa 80 Millionen zurückgehen. Fast ein Viertel davon werden Menschen im Rentenalter sein. Auch der Bedarf entwickle sich regional sehr unterschiedlich. In Wachstumsregionen könne es zu Versorgungsengpässen kommen, während in anderen Leerstand herrsche.
"Gleichzeitig nimmt die Anzahl und die Vielfalt der Haushalte zu. Der Trend geht zu immer kleineren Haushalten und neuen Formen des Zusammenlebens", so Tiefensee.

Wohnquartiere seien deshalb in Zukunft vor allem als Orte der Integration zu verstehen, die eine hohe Lebensqualität bieten müssten. "Schwerpunkt der Wohnungsbaupolitik ist nicht mehr die rein quantitative Wohnraumversorgung, sondern die Verbesserung der Wohnqualität und der Qualität des Wohnumfelds. Wir wollen, dass die Menschen auch im Alter und in allen Lebensphasen gerne in der Stadt wohnen", führte Tiefensee aus. Das Leitbild sei und bleibe dabei das der Europäischen Stadt.

"Wir haben unsere Wohnungspolitik in den letzten Jahren diesen neuen Zielen angepasst. Die Programme der Städtebauförderung sind dafür ein Beispiel. Die Aufwertung der Quartiere ist heute ein Schwerpunkt in den Stadtumbau Programmen. Mit dem Programm 'Städtebaulicher Denkmalschutz' wird der Erhalt der Innenstädte gefördert. Das Programm 'Die Soziale Stadt' unterstützt Programme zur Quartiersentwicklung unter dem Blickwinkel der sozialen Stabilität", führte Tiefensee aus.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt seiner Politik sei die Steigerung der Energieeffizienz von Wohngebäuden, so Tiefensee. "Wir haben den Energiepass eingeführt. Die Energieeinsparverordnung wird weiter verschärft. Damit tragen wir Sorge, dass auch in Zukunft, auch bei hohen Energiepreisen das Wohnen bezahlbar bleibt. Mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird die Aufwertung des Gebäudebestands unterstützt. Wir fördern genossenschaftliches Wohnen als Alternative zu Eigentum und Miete. Und mit der Wohngeldnovelle wollen wir auch Haushalten mit niedrigeren Einkommen ermöglichen, in ihrem Quartier zu bleiben." Mit dem zweiten Europäischen Zukunftskongress will der urban future e.V. die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis, Politik und Bauwirtschaft fördern und für einen innovativen Wohnungsbau in Europa werben.

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